Asthma heilen: Schulmedizin


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Gegen akute Anfälle hilft die Inhalation mit einem Dosieraerosol, das ist das typische Asthmaspray, das man auch als Laie von Asthmatikern kennt.

Die Dosieraerosole können unterschiedliche Mittel enthalten, je nach Schweregrad Kortison, Cromoglicinsäure, Nedocromil oder Betasympathomimetika.

Benutzung des Dosieraerosols
  • Schütteln Sie den Inhalator.
  • Atmen sie gründlich aus.
  • Umschliessen Sie das Mundstück mit den Lippen.
  • Drücken sie auf die Dosiervorrichtung.
  • Atmen Sie langsam ein.
  • Atmen Sie weiter ein, bis die Lunge gefüllt ist (ca. 5-6 Sekunden).
  • Halten Sie den Atem für einige Sekunden an.
  • Atmen Sie wieder aus.
  • Wiederholen Sie den Vorgang nach etwa 5 Minuten.

In vielen mittelschweren und schweren Fällen werden kortisonhaltige Medikamente verschrieben, die man beim Anfall inhalieren oder zur Vorbeugung von Anfällen in Tablettenform benutzen kann.

Inhaliert beim akuten Anfall hat Cortison kaum Nebenwirkungen und schwere Folgen, denn bei dieser Anwendungsform ist das Kortison niedrig dosiert.

Hingegen auf lange Dauer als Tabletten eingenommen kann Kortison schwere Nebenwirkungen haben, wie Vollmondgesicht, Stammfettsucht, Verschlechterung des Immunsystems, Osteoporose, Magenblutung, grauer Star, Diabetes. Daher ist die Tabletteneinnahme von Kortison, anders als die Inhalation, nur in schweren Fällen zu empfehlen, wenn es ohne nicht auszuhalten ist.

Cromoglicinsäure und Nedocromil kann man zur Vorbeugung von Anfällen inhalieren. Den akuten Anfall beheben sie jedoch weniger. Sie eignen sich für eher leichte Fälle von Asthma, besonders bei allergisch ausgelösten Anfällen.

Andere oft verordnete Mittel beinhalten Betasympathomimetika (z.B. Fenoterol, Terbutalin, Salbutamol). Auch Betasympathomimetika kann man für akute Anfälle inhalieren oder für die längerfristige Wirkung einnehmen. Niedrig dosiert sind Betasympathomimetika auch bei leichteren Fällen zur Inhalation geeignet. Dann kann man auf kortisonhaltige Mittel verzichten.

In schwereren Fällen, wenn man die Betasympathomimetika einnehmen muss, ist es wichtig, auf die Dosierung zu achten. Bei Überdosierung und Dauergebrauch können Betasympathomimetika schwere Bronchialkrämpfe auslösen und im Extremfall sogar zum Atemstillstand führen.

Mittel mit Theophyllin werden in Form von Tabletten oder bei schweren Anfällen gespritzt. Zuviel Theophyllin kann Herzrhythmusstörungen und Krampfanfälle auslösen, daher muss der Theophyllin-Gehalt im Blut ärztlich überwacht werden.

Zur echten Heilung tragen all diese Mittel nichts bei. Sie können aber die Phase der Asthma-Anfälle überbrücken helfen; bei günstigem Verlauf kann die Heilung dann von selbst oder durch andere Methoden erfolgen.

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